Wunsiedel Schachfestival 2016
Einige Überraschungen im Amateurturnier, business as usual im Meisterturnier
06.05.2016 - 10:13

nach Runde 2

Bei steigenden Temperaturen haben sich heute fast alle Startteilnehmer in der Fichtelgebirgshalle eingefunden um die dritte Runde zu bestreiten.

Für die Rekapitulation des gestrigen Tages mit den Runden 1 und 2 beginnen wir im Meisterturnier.
In der 1. Runde gab es bei den ersten 20 Brettern keine Überraschungen, die Favoriten konnten am Ende immer den vollen Punkt für sich verbuchen. Im weiteren Teilnehmerfeld gab es die ein oder andere kleine Überraschung in Form von Remis. In der ersten Runde hat das jedoch meist nichts zu bedeuten, es kann - wie es sich in den letzten Jahren gezeigt hat - auch von Vorteil sein, das Feld "von hinten aufzuräumen". Die zweite Runde gestaltete sich ähnlich. Hier schaffte es Lars Urban (Elo 2196) gegen IM Jonas Lampert ein Remis zu erzielen. Der momentan durch einen gebrochenen rechten Arm gehandicappte Max Mätzkow (Elo 2161) rang IM Frank Zeller ebenfalls den halben Punkt ab. Die dritte Runde verspricht einige spannende Paarungen an den vorderen Brettern, bei denen sich die Spitzenleute jetzt schon mit anderen Titelträgern messen müssen.

Im Amateurturnier gab es schon in den ersten beiden Runden einige Überraschungen (wie gesagt, es kann alles passieren, was das Amateurturnier bis zum Schluss spannend machen wird). An Brett 3 schaffte Kevin Hempel (DWZ 1673) ein Remis gegen die Startnummer 3 Lothar Weimer (1959). Der ehemalige Gewinner der Turniers Alexander Nöckler rauchte die Friedenspfeife mit Marcel Meyer (1662). Dieter Jaschke teilte sich den Punkt mit Elof Cordts und Max Braun luchste Sebastian Strätker ein Remis ab. Und das alles allein an den ersten zehn Brettern. In der zweiten Runde wurde das Feld durch einige Remis und verlorene Punkte weiter durchgemischt ohne hier auf einzelne Ergebnisse einzugehen. Das aus der Mongolei stammende Vater-Tochter-Gespann Purevdorj Davaademberel (Amateurturnier, Vater) und IM Nomin-Erdene Davaademberel (Meisterturnier, Tochter) haben sich beide an die vorderen Brettern in den jeweiligen Turnieren vorgekämpft. So spielt der Vater an Brett 4 und seine Tochter kämpft in der dritten Runde gegen GM Fier (Brasilien) an Brett 3. Für alle Interessierten werden die ersten zwei Bretter im Amateurturnier und die erste acht Bretter im Meisterturnier live auf Chess24 übertragen.

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Vater-Tochter-Gespann Purevdorj Davaademberel aus der Mongolei ...


Verena Zier


gedruckt am 26.06.2017 - 08:55
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