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Wunsiedel Schachfestival 2016 » Die Stadt Wunsiedel in Bildern...
Wunsiedel Schachfestival 2016


07.05.2016 - 19:05 von Klaus Steffan


News Bilder
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Wunsiedel Schachfestival 2016 » GM Gajewski und Purevdorj Davaademberel als einzige Spieler mit voller Punktzahl im Meister- bzw. Amateurturnier
Wunsiedel Schachfestival 2016


07.05.2016 - 10:52 von Verena Zier


nach Runde 4

Überraschend findet sich im Meisterturnier nach 4 Runden nur ein Spieler mit der vollen Punktzahl an der Spitze des Feldes. Aber beginnen wir chronologisch richtig mit den Ergebnissen und Überraschungen der 3. Runde.

Zahlreiche GM mussten in Form von Remisen Federn lasen. GM Rainer Buhmann spielte Remis gegen IM Fedorovsky. Die Mongolin IM Normin Erdene Davaademberel einigte sich mit GM Fier auf ein friedliches Ergebnis (in klarer Gewinnstellung für die 16-Jährige in einem Damen-Turm-Bauern-Endspiel) und auch GM Sébastien Feller kam nicht über ein Remis gegen IM Gabor Nagy hinaus. Auch GM Kunin (gegen FM Perske), GM Delchev (gegen FM Dijkhuis), GM Danin (gegen IM Bulmaga), GM Nevednichy (gegen FM Singer) und GM Rambaldi (gegen Roland Loos) mussten sich mit einem Remis zufrieden geben. Einzig GM Vovk (gegen GM Meister), GM Gajewski (gegen IM Nasuta) und GM Werle (gegen FM Bartel) konnten ihre Partien zu ihren Gunsten entscheiden. Die Überraschung der 3. Runde war ganz klar der Sieg des Regensburgers FM Roland Schmid gegen den Ungarn GM Pap.
Wohingegen sich FM Schmid in der 4. Runde GM Feller geschlagen geben musste, war GM Pap vom Pech (bzw. den Regensburgern) verfolgt und verlor auch die 4. Runde gegen den Vereinskameraden Schmids, Roland Loos. In der 5. Runde liegt es erneut an GM Feller seinen großmeisterlichen Kollegen Pap zu "rächen", denn ihm wurde Roland Loos als Gegner zugelost.

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Roland Loos

Zu Beginn der 4. Runde gab es noch fünf Spieler mit reiner Weste (Vovk, Gajewski, Werle, Mihok und Schmid). GM Vovk einigte sich mit GM Werle auf den halben Punkt. GM Gajewski setzte seinen Siegeszug fort und schlug GM Mihok. Und GM Feller (2 1/2) setzte sich gegen FM Schmid durch. Somit ist GM Gajewski der zu Beginn dieses Artikels erwähnte Spieler mit 4 Punkten aus 4 Partien und aktuell der einzige Spieler mit voller Punktzahl im Meisterturnier. IM Normin Erdene Davaademberel hielt bis über den 40. Zug hinaus dem Können Buhmanns statt. Bei immer knapper werdender Zeit konnte sie ihre guter Performance jedoch nicht aufrecht erhalten und musste sich letztlich der Nummer 1 der Startrangliste geschlagen geben.

Auch im Amateurturnier gibt es nur einen einzigen Spieler mit voller Punktzahl. Den bereits im letzten Artikel erwähnten Vater von IM Normin Erdene Davaademberel. Äußerst souverän und mit kaum verbrauchter Bedenkzeit spielt er seine Gegner in Grund und Boden. Seine aktuelle Zahl von 1854 entspricht sicherlich nicht seiner wahren Spielstärke. Er agiert in seinem Heimatland seit Jahrzehnten als Schiedsrichter und Turnierorganisator und hat erst seit kurzem selbst mit dem aktiven Schachspielen begonnen.

In der 3. Runde musste der bis dato führende Däne Hans Endrup Jacobsen in das Remis gegen Silvio Niemann einwilligen. Willibald Haimerl konnte die Startnummer 2 Gerhard Pamperin schlagen und Manfred Rahn erkämpfte ein Remis gegen Arnd Kretzschmar. Ansonsten gab es unter den ersten zehn Brettern einige weitere Remisen. An Brett 10 schlug Roland Schmitt (man beachte die unterschiedliche Schreibweise im Vergleich mit dem Roland Schmid aus dem Meisterturnier) Alexander Häckl.
In der 4. Runde wurden die beiden 3/3-Spieler Purevdorj Davaademberel und Willibald Haimerl gegeneinander gelost. Dieses Duell konnte Davaademberel ebenfalls wieder klar für sich entscheiden. Nach der 4. Runde fanden sich in der Rangliste unter den ersten drei Spielern nach dem Mongolen zwei U18-Spieler wieder: Oliver Mönius und Arnd Kretzschmar, dicht gefolgt von dem Senior und der Startnummer 1 Hans Endrup Jacobsen. In gewisser Weise also ein Kampf der Generationen.

Vor der heutigen 5. Runde wurden die fünf Spieler mit einer Urkunde und einem kleinen Essensgutschein geehrt, die bei allen 10 Ausgaben des Wunsiedler Schachfestivals mitgespielt hatten: Toralf Kirschneck, Gerald Löw, Manfred Rahn, Matthias von Brocke und Helmut Küspert. Sie alle kommen aus Oberfranken und waren hierdurch auch auf die Premiere, die damals für Oberfranken etwas ganz neues und besonderes war, aufmerksam geworden. Für die gehaltene Treue möchten wir uns auch hier noch einmal bedanken! Bemerkenswert ist auch, dass es eine große Anzahl an Spielern gibt, die insgesamt 8 bzw. 9 Mal teilgenommen haben.


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Wunsiedel Schachfestival 2016 » Einige Überraschungen im Amateurturnier, business as usual im Meisterturnier
Wunsiedel Schachfestival 2016


06.05.2016 - 10:13 von Verena Zier


nach Runde 2

Bei steigenden Temperaturen haben sich heute fast alle Startteilnehmer in der Fichtelgebirgshalle eingefunden um die dritte Runde zu bestreiten.

Für die Rekapitulation des gestrigen Tages mit den Runden 1 und 2 beginnen wir im Meisterturnier.
In der 1. Runde gab es bei den ersten 20 Brettern keine Überraschungen, die Favoriten konnten am Ende immer den vollen Punkt für sich verbuchen. Im weiteren Teilnehmerfeld gab es die ein oder andere kleine Überraschung in Form von Remis. In der ersten Runde hat das jedoch meist nichts zu bedeuten, es kann - wie es sich in den letzten Jahren gezeigt hat - auch von Vorteil sein, das Feld "von hinten aufzuräumen". Die zweite Runde gestaltete sich ähnlich. Hier schaffte es Lars Urban (Elo 2196) gegen IM Jonas Lampert ein Remis zu erzielen. Der momentan durch einen gebrochenen rechten Arm gehandicappte Max Mätzkow (Elo 2161) rang IM Frank Zeller ebenfalls den halben Punkt ab. Die dritte Runde verspricht einige spannende Paarungen an den vorderen Brettern, bei denen sich die Spitzenleute jetzt schon mit anderen Titelträgern messen müssen.

Im Amateurturnier gab es schon in den ersten beiden Runden einige Überraschungen (wie gesagt, es kann alles passieren, was das Amateurturnier bis zum Schluss spannend machen wird). An Brett 3 schaffte Kevin Hempel (DWZ 1673) ein Remis gegen die Startnummer 3 Lothar Weimer (1959). Der ehemalige Gewinner der Turniers Alexander Nöckler rauchte die Friedenspfeife mit Marcel Meyer (1662). Dieter Jaschke teilte sich den Punkt mit Elof Cordts und Max Braun luchste Sebastian Strätker ein Remis ab. Und das alles allein an den ersten zehn Brettern. In der zweiten Runde wurde das Feld durch einige Remis und verlorene Punkte weiter durchgemischt ohne hier auf einzelne Ergebnisse einzugehen. Das aus der Mongolei stammende Vater-Tochter-Gespann Purevdorj Davaademberel (Amateurturnier, Vater) und IM Nomin-Erdene Davaademberel (Meisterturnier, Tochter) haben sich beide an die vorderen Brettern in den jeweiligen Turnieren vorgekämpft. So spielt der Vater an Brett 4 und seine Tochter kämpft in der dritten Runde gegen GM Fier (Brasilien) an Brett 3. Für alle Interessierten werden die ersten zwei Bretter im Amateurturnier und die erste acht Bretter im Meisterturnier live auf Chess24 übertragen.

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Vater-Tochter-Gespann Purevdorj Davaademberel aus der Mongolei ...
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